CISPE startet Initiative für höhere Datenportabilität und will dieses Jahr über 300 portable Cloud-Dienste bereitstellen

Mar 23, 2023 | Press release

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CISPE wird in Kooperation mit Anbietern und Kunden einen Rahmen definieren, der es einfach macht, Cloud Computing-Dienste zu identifizieren, die den Portabilitätsanforderungen des Datenschutzgesetzes entsprechen.

Brüssel, 23. März 2023. CISPE hat am heutigen Tag eine neue Initiative angekündigt, die Anbietern von Cloud-Infrastrukturdiensten dabei helfen soll, Dienste anzumelden und zu fördern, die den neuen, im Datenschutzgesetz vorgesehenen Vorschriften zur Datenübertragbarkeit gerecht werden. Im Rahmen der Initiative werden Spezifikationen entwickelt, die die Identifizierung und Anmeldung von Diensten erleichtern, die den Portabilitätsanforderungen des Datenschutzgesetzes entsprechen. Ziel dieser Initiative ist es, bis zum Jahresende die Anmeldung von mehreren hundert Diensten voranzutreiben, die mit den Übertragbarkeitsanforderungen konform sind, die in das Datenschutzgesetz aufgenommen werden sollen. Dadurch könnten sowohl Kunden als auch Anbieter schneller und effektiver von den Zielen des Datenschutzgesetzes profitieren.

Die Initiative wird von CISPE mit Unterstützung führender europäischer CIO-Organisationen vorangetrieben, um sicherzustellen, dass sich Anbieter und Kunden umfassend einbringen können. Ziel ist es, umgehend die technischen Spezifikationen und Prüfinstrumente zu entwickeln, die erforderlich sind, um im Jahr 2023 die ersten 300 Cloud-Dienste zu identifizieren, die den Portabilitätsanforderungen des Datenschutzgesetzes entsprechen. Diese Arbeit wird sich auf die Erkenntnisse und Erfahrungen stützen, die dank der grundlegenden Rolle des CISPE, des Cigref und des Beltug bei der Entwicklung des Verhaltenskodizes der Arbeitsgruppe „Cloud Switching and Porting Data“ (SWIPO) zur Datenportabilität für IaaS-Dienste gewonnen wurden.

Die Teilnehmer werden auch eng mit Gaia-X zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Dienstleistungsanmeldungen die Gaia-X-Kennzeichnungssysteme unterstützen. Dementsprechend können die angemeldeten Dienste nahtlos in den Katalog und die Clearingstelle der verbündeten Cloud-Dienste von Gaia-X aufgenommen werden.

„Wir unterstützen diese Initiative sehr gerne, da sie dazu beiträgt, dass Cloud-Kunden in ganz Europa schnell von einer größeren Bekanntheit der datenübertragbaren Cloud-Dienste und -Anwendungen und einer besseren entsprechenden Auswahl profitieren können.“ so Danielle Jacobs, CEO von Beltug, dem belgischen Verband der CIOs und Führungskräfte im Bereich der digitalen Technologie. „Dies steht in vollem Einklang mit den FAIR-Grundsätzen von Cigref, VOICE, CIO Platform und Beltug: Die Anbieter dürfen keine technische oder kommerzielle Bindung schaffen.“

Dazu Ralf Resch, Präsident von Euritas, der Vertretung der europäischen Verwaltungs-IT-Dienstleister: „Standardisierungs­bemühungen zur Vermeidung technologischer Bindung („Lock-in“) und zur Gewährleistung der Portabilität werden IT-Anbietern des öffentlichen Sektors die Annahme der Cloud-Technologie erleichtern. Euritas fordert diese Standardisierung für den Bereich der öffentlichen Verwaltung und begrüßt jede Initiative zur Unterstützung der offenen Nutzung von Cloud-Diensten. Da dies nicht nur eine technische Frage ist, arbeiten wir auch an einem Rahmen, der die rechtlichen und organisatorischen Aspekte der Interoperabilität von Cloud-Lösungen sicherstellt.“

Francisco Mingorance, Generalsekretär des CISPE, kommentiert wie folgt: „Es ist Teil der „DNA“ des CISPE, Instrumente und Leitfäden zu entwickeln, die seinen Mitgliedern helfen, ihr Angebot schnell und zuversichtlich an die bestehenden Vorschriften anzupassen, um ihre Kunden besser bedienen zu können. Diese neue Initiative verfolgt das gleiche Ziel  – die rasche Erhöhung der Zahl und Vielfalt der für die Datenübertragbarkeit verfügbaren Dienste.“

Unser Katalog an zusammengeschlossenen Dienstleistungen wird die Art und Weise verändern, wie Cloud-Dienstleistungen spezifiziert, beschafft und bereitgestellt werden. Die Kennzeichnung ist dabei ein grundlegender Aspekt seiner Funktionsweise” , so Francesco Buonfiglio, CEO von Gaia-X.„Die Bereitstellung einer unkomplizierten Möglichkeit zur Angabe von Portabilitätsnachweisen und die deutliche Erhöhung der Anzahl portabler Cloud-Dienste in Europa im Einklang mit dem Datenschutzgesetz wird dazu beitragen, den Bestand an gekennzeichneten Diensten im Katalog zu straffen.“

Die Arbeit hat bereits begonnen. Organisationen, die zur Verwirklichung der Ziele dieser Initiative beitragen möchten, können sich hier (https://cispe.cloud/portability) anmelden oder sich unter portability@cispe.cloud an die Co-Leader des Projekts wenden.

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